15.11.2011

Entwicklung der beruflichen Hauterkrankungen

Hauterkrankungen (Bken 5101 und 0080)

Hauterkrankungen (Bken 5101 und 0080)

Im Herbst dieses Jahres veröffentlichte die DGUV (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung) die Geschäfts- und Rechnungsergebnisse der gewerblichen Berufsgenossenschaften und Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand für das Jahr 2010. Unter anderem wurde auch die langjährige Entwicklung der Hauterkrankungen (BK 5101 gemäß BKV bzw. BK 80 gemäß DDR-BKVO) betrachtet:

„Bei den Hauterkrankungen (Abbildung 12) stieg die Fallzahl rapide an bis zu einem Höchststand 1992 mit 24.310 angezeigten Fällen. Seither bewegt sich die Zahl auf etwas geringerem Niveau mit fallender Tendenz. Ab  Berichtsjahr 2005 ist die statistische Erfassung erweitert: Auch Meldungen nach § 3 BKV und Hautarztberichte werden als Anzeigen auf Verdacht einer Hauterkrankung gezählt. Im Berichtsjahr ist mit 23.596 Verdachtsanzeigen ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr von 22,8 % zu verzeichnen.

Die Zahl der anerkannten Hauterkrankungen liegt generell erheblich unter der Anzeigenzahl, da bei den Hauterkrankungen neben dem Merkmal der Schwere oder wiederholten Rückfälligkeit für eine Anerkennung auch die besondere versicherungsrechtliche Voraussetzung erfüllt sein muss, dass die Erkrankung zur Unterlassung aller gefährdenden Tätigkeiten geführt haben muss. Die Zahl der Anerkennungen ist bis zum Jahre 1993 auf 3.112 gestiegen. Seither ist die Zahl der Anerkennungen - mit Ausnahme der Jahre 1997 und 2008 - rückläufig und beträgt im Berichtsjahr 559; das ist ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 4,6 %.

Die Zahl der neuen Renten auf Grund von Hauterkrankungen weist während des gesamten Verlaufs erhebliche Schwankungen auf. Sie bewegte sich dabei zwischen 400 und 850 Fällen pro Jahr. Seit 1995 weist sie jährlich einen Rückgang auf, lediglich im Berichtsjahr ist mit 168 neuen Renten ein Anstieg zu verzeichnen.“

Quelle: DGUV