Die Entwicklung der Berufsdermatologie

Ab den 1950er-Jahren

Berufsdermatosen und ihre Prävention werden ein zunehmender Schwerpunkt für Dermatologen

1936

Erweiterung der Unfallversicherung auf jede schwere und rückfällige Hauterkrankung, die zu Berufswechsel oder Erwerbsaufgabe zwingt

1929

Durch spezifische Stoffe ausgelöste Hauterkrankungen werden ausdrücklich in die Unfallversicherung aufgenommen

1925

Durch Strahlung sowie spezifische Stoffe ausgelöste Berufskrankheiten werden in die Unfallversicherung aufgenommen; obwohl Hautkrebs berücksichtigt ist, werden Hauterkrankungen nicht explizit genannt

1922

Erscheinen des Werks „Die Schädigungen der Haut durch Beruf und gewerbliche Arbeit“, herausgegeben von Moritz Oppenheim, J. H. Rille und Karl Ullmann; im Vordergrund stehen durch physikalische Reize (Hitze, Kälte, Druckluft, Strahlung) bedingte Dermatosen

1911

Die Erforschung von Kontaktekzemen erfährt eine entscheidende Wende: die Veröffentlichung „Wesen der Jodoformidiosynkrasie“ von Bruno Bloch schafft eine systematische Testmethodik

1884

Einführung der Unfallversicherung im Rahmen der Bismarckschen Sozialgesetzgebung; abgesichert sind zunächst nur Berufsunfälle

1856

Ferdinand von Hebra beschreibt das Kontaktekzem als besondere berufliche Belastung und schafft eine Systematik für die Betrachtung von Hautkrankheiten; er verfasst den „Atlas der Hautkrankheiten“ (1856) und das „Lehrbuch der Hautkrankheiten“ (1878, mit Moritz Kaposi)

1845

Veröffentlichung des ersten deutschen Werks zum Thema Berufskrankheiten und Gewerbehygiene: A.C.L. Halforts „Entstehung, Verlauf und Behandlung der Krankheiten der Künstler und Gewerbetreibenden“

19. Jahrhundert

Berufskrankheiten werden zu einem eigenen Arbeitsgebiet; das Aufdecken ihrer Ursachen führt zur Herausbildung der Gewerbehygiene

1775

Erste wissenschaftlich beschriebene Berufskrankheit der Haut: Sir Percivall Pott veröffentlicht seine Beobachtungen zu Skrotalkrebs bei Schornsteinfegern und bringt die Erkrankung in ursächlichen Zusammenhang mit Ruß