Die Physioderm®-Philosophie

Nahezu 100 Jahre Kompetenz und Erfahrung stehen hinter dem Physioderm®-Programm für beruflichen Hautschutz. Das erklärte Ziel der Marke Physioderm® ist es, mit bewährten Methoden und innovativen Entwicklungen berufliche Dermatosen zu verhindern. Dabei wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt, der neben dermatologischer Wirksamkeit auch praktische Nutzbarkeit in den Fokus stellt.

Innovative Produkte

Die Rahmenbedingungen für den beruflichen Hautschutz haben sich in den vergangenen Jahrzehnten grundlegend geändert. Der industrielle Strukturwandel hat zwar einerseits zu einem Absinken der durchschnittlichen Verschmutzungsgrade geführt –  andererseits treffen jedoch hoch qualifizierte Facharbeiter auf immer neue Arbeitsstoffe, die die Haut stark belasten können. Hinzu kommt eine in der Bevölkerung immer weiter zunehmende Sensibilisierung der Haut gegenüber Umwelteinflüssen (Atopie). Das Physioderm®-Entwicklerteam arbeitet in enger Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Einrichtungen fortwährend an neuartigen, noch wirksameren und anwenderfreundlicheren Lösungen. Ein Beispiel hierfür ist das innovative Konzept der Grobhandreinigung mit Hilfe von Wachsperlen aus hydriertem Rizinusöl (Active Soft Pearls®). Diese zum Patent angemeldeten Active Soft Pearls® wirken im Vergleich zu schmirgelnden Abrasiva nicht durch rein mechanische Reibung, sondern primär durch ihre lipophile Oberflächenstruktur, die ölige Schmutzpartikel bindet. Eine Studie der Hautklinik an der Universität Erlangen bestätigt, dass dadurch die Hautbelastung auf ein Minimum reduziert wird.

Realitätsnahe Prüfung der Wirksamkeit

Der berufliche Hautschutz ist im Umbruch. Erst vor wenigen Jahren hat eine wesentliche Erkenntnis ein grundlegendes Umdenken angestoßen: Anders als zuvor angenommen, entfalten Hautschutzprodukte ihre Wirkung nicht rein physikalisch, indem sie sich als Schutzschild über die Haut legen. Stattdessen wirken ihre Inhaltsstoffe mit der Hornschicht der Epidermis zusammen. Ein komplexes Zusammenspiel – und eine Tatsache, die es noch essentieller macht, Hautschutzmittel so praxisnah wie möglich zu testen. Nur so ist es möglich, ihre Wirksamkeit aussagekräftig zu belegen. Am besten eigenen sich hierzu In-vivo-Studien wie der repetitive Irritationstest, kurz RIT. Der RIT simuliert die Situation am Arbeitsplatz durch Testpersonen, die über einen längeren Zeitraum hinweg wiederholt Hautschutzmittel und hautreizende Arbeitsstoffe auftragen. Alle Physioderm®-Hautschutzprodukte werden daher immer durch den als Goldstandard definierten repetitiven Irritationstest (RIT) auf ihre Wirksamkeit geprüft.

Hohe Produktakzeptanz

Neben der Wirksamkeit der Produkte spielt bei der Umsetzung eines Hautschutzkonzeptes in den Betrieben auch die Produktakzeptanz eine große Rolle. Nur wenn die Mitarbeiter die Produkte in ausreichendem Maße benutzen, können berufsbedingte Hauterkrankungen langfristig vermieden werden. Daher verzichten wir im Physioderm®-Programm, beispielsweise bei den Produkten, die wir zur Primärprävention empfehlen, nicht gänzlich auf Parfümstoffe. Nach unserer Erfahrung fördert der Einsatz von (selbstverständlich allergenarmen) Duftstoffen die Bereitschaft zur Nutzung von Hautschutzprodukten. Natürlich existieren von den gängigsten Produkten auch parfümfreie Varianten als Alternative für Mitarbeiter mit bekannten Duftstoffallergien. Diese kommen ebenfalls zum Einsatz wenn bereits eine hohe Parfüm-Belastung besteht oder wenn, wie z.B. in der Nahrungsmittelindustrie, eine Geruchsübertragung ausgeschlossen werden muss.

Um den Schritt von der Theorie in die Praxis des Arbeitsalltags zu ermöglichen, gibt es im Physioderm®-Sortiment außerdem Hilfsmittel und Services, die die Akzeptanz – und somit die Wirkung – von Hautschutzmitteln wesentlich steigern. Dazu zählen beispielsweise praxisgerechte Spender, mit denen die Anwendung von Hautschutzprodukten leichtfällt. Um Verwechslungen zu vermeiden, tragen alle Physioderm®-Produkte Symbole, die ihr Einsatzgebiet kennzeichnen; auch Spender können individuell gekennzeichnet werden. Nicht zuletzt stellt die Peter Greven Physioderm GmbH auf Wunsch auch Produktmuster zur Verfügung, sodass Unternehmen die Wirksamkeit und Akzeptanz von Präparaten prüfen können, ohne ein finanzielles Risiko einzugehen.

Präventionsebenen

Folgende Ebenen der Prävention von beruflichen Hautkrankheiten werden unterschieden:

Primäre Prävention
Ziel der primären Prävention ist es, bei hautgesunden Beschäftigten das Entstehen von beruflichen Hautkrankheiten zu verhindern.

Sekundäre und tertiäre Prävention
Ziel der sekundären Prävention ist es, das Wiederaufleben oder die Chronifizierung und Verschlimmerung bereits manifest gewordener beruflicher Hautkrankheiten zu verhindern. In der tertiären Prävention ist es bereits zu einer manifesten beruflichen Hautkrankheit gekommen, die zu einer ärztlichen Anzeige wegen einer Berufskrankheit geführt hat. In diesem Fall wird eine Abheilung durch Vermeiden der ursächlichen Expositionen angestrebt. Zu diesem Bereich der tertiären Prävention gehört auch die Rehabilitation mittels eines berufsgenossenschaftlichen Heilverfahrens.